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Breitunger 24 Stundenwanderung

Für den ZV Breitungen eine Premiere! Für den Rhönklub möglicherweise auch?

von Hans Heller

Juli 2016 13Sicher sind wir nicht die Urheber einer solchen Art Wanderung, aber man muss sich erst einmal mit so einer Idee auseinandersetzen, Mitstreiter finden, die Tour organisieren, Mitstreiter im Zweigverein und Mut zur Durchführung haben.
Von der Idee bis zum Start am 09.07. 2016 sind bei uns mehr als 6 Monate vergangen. „Ihr seid ja verrückt“, ist wohl der meistgebrauchte Ausdruck bei Erwähnung des Themas -24 Stundenwanderung- gewesen. Wir hatten an eine Strecke von ca. 50 Kilometern gedacht.
Die Verrückten, das waren, Ellen Wenig, Rolf Weyh, Gisela Fuß, Doris Rohte, Walter Heber, Elke und Wolfgang Möller, Sabine und Hartmut Schuster, Rolf Leyh, Renè Bauer und Hans Heller. Aus aktuellem Anlass hatten wir die Wanderung unserem langjährigen Regionsvorsitzenden Hermann- Josef Kiel gewidmet, der viel für unseren Zweigverein und die Region getan hat und am 09.07. seinen 80sten Geburtstag feierte. 
Am Samstag den 09. 07. um 10:00 Uhr war Start auf dem Breitunger Markt. Vom Vorstand verabschiedet, mit den besten Wünschen bedacht begann für uns der „Ernst des Wanderns“.

Bei bestem Wanderwetter steuerten wir das erste Ziel, die Burg Frankenberg bei Helmers an. Wanderfreunde aus der Ortsgruppe Helmers unseres Zweigvereins hielten dort für uns erfrischende Getränke bereit. Nach einer Rast zogen wir froh weiter das schöne Rosatal aufwärts in Richtung Roßdorf. Auch dort wurden wir vom ansässigen Zweigverein begrüßt und beim Rasten auf dem Gutshof betreut. Weiter ging es an der Rosaquelle vorbei unterhalb des Berges Nebel, wo vor 150 Jahren der Deutsch-Deutsche Krieg tobte, in Richtung Roßhof, leider bekamen wir vom dort ansässigen Hüttenverein eine Absage zur geplanten Rast. Es ist schon ein Kuriosum, wenn Wanderern eine Rast an einer Wanderhütte verweigert wird. Der Anstieg den Roßberg hinauf zu den Bohnäckerwiesen von Fischbach lies aber unseren Groll schnell verrauchen und über „Grüne Matten in Sonnenschein…“ zogen wir der „Hohen Asch“ entgegen. Da wir hier oben den entferntesten Punkt unserer Wandertour erreicht und überschritten hatten, ging es für alle etwas leichter, denn es ging der Heimat entgegen. Einen Abstecher zur „Hohen Asch“. verbunden mit einer Trinkpause konnten wir uns zeitmäßig leisten, bevor wir in der Nähe der „Rhönpaulushöhle den „Hochrhöner“ erreichten und diesem bis zum Rastpunkt oberhalb von Wiesenthal folgten.

Erwähnenswert ist die herrliche Aussicht über das abendliche Wiesenthal und die „Wiesenthaler Schweiz“.

Die abendliche Erholungspause tat allen gut, das merkte man, denn nach kurzem Schweigen konnten einige schon wieder scherzen. Herbert Wenig und „Rudi“, unsere „Verpflegungswarte“, für diese Tour, reichten den müden Wanderern kalte und heiße Getränke. Ja, sogar ein Eis am Stiel boten sie an. „Wie im Westen“, war einer der Kommentare. Aber, wer rastet, der rostet und deshalb ging es bei Dunkelheit weiter in Richtung Wiesenthal. Von einer fröhlichen Geburtstagsrunde wurden wir dort mit einem Aufmunterungsschnäpschen begrüßt und auch gleich wieder verabschiedet, denn bis nach Urnshausen und dann zum Schönsee ist es noch ein gutes Stück Weg. Auf dem dortigen Campingplatz durften wir nach Absprache die Sanitäranlage nutzen, das war eine Wohltat! Es gibt eben doch noch Menschen, die Wanderer willkommen heißen.

Nach einer Stärkung und einem passenden Getränk starteten wir den Aufstieg zu unsrem Hausberg, dem Pleß. Als wir das Schwierigste des Aufstieges am „Roßdorfer Tor“ hinter uns gebracht hatten, graute bereits der Morgen. Nun war es nur noch ein Katzensprung bis zu unserer Wanderhütte, wo fleißige Vereinsmitglieder ein kräftiges Frühstück für uns gezaubert hatten. Inge und Werner Seuffert und Christa Ißleib hatten auf einen guten Teil ihrer Nachtruhe verzichtet um rechtzeitig die Stärkung auf dem Tisch zu haben. Eine große Tasse Kaffee, Rührei, Thüringer Wurst und Kochkäse, das tat gut und weckte in uns wieder die Lebensgeister.

Frisch auf, zur letzten Etappe, unser Wanderführer Rolf Weyh lies in punkto Einhaltung der vorgegebenen Zeiten nichts anbrennen und deshalb wurde das letzte Teilstück von ca. 9 Kilometern in Angriff genommen. Bei strahlendem Sonnenschein, also „Kaiserwetter“ zogen wir dem Heimatort entgegen.

Kurz vor dem Ziel, wurden wir schon von unserem Vorsitzenden mit Erstaunen begrüßt, alle hatten durchgehalten! Mit dem Glockenschlag 10:00 Uhr betraten wir den Breitunger Markt, von einigen Vereinsmitgliedern und von der Presse begrüßt.

Etwas müde, froh aber auch ganz schön stolz, standen wir am Ausgangspunkt unserer Tour. Es wäre schön, wenn es möglichst viele Nachahmer geben würde, dann hätten wir unser Ziel erreicht, denn es war einfach „Klasse“!

Einen herzlichen Dank an alle, die uns unterstützt haben!

Juli 2016 1Die Teilnehmer der Tour

Juli 2016 2Breitungen adè

Juli 2016 3

Zur Rhön hinauf

 Juli 2016 4
Auf grünen Matten im Sonnenschein

Juli 2016 5
Wiesenthal

Juli 2016 6

Juli 2016 7
Nachts auf Tour

Juli 2016 8
Wie die Verpflegung, so die Bewegung

Juli 2016 9
Auf nach Breitungen

Juli 2016 10
Geschafft

Juli 2016 11
Herbert und Rudi
Juli 2016 12

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