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Rhönklub – MDR -Morgenhahn – Sommernachtsball

Es gibt wohl kaum eine Hürde, die unser Verein nicht meistern könnte. Gut aufgestellt, mit dem nötigen Selbstbewusstsein und einem guten Allgemeinwissen ausgestattet stellten wir uns ab dem10.07.2017 dem MDR-Morgenhahn- Teamspiel. Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn man weiß, dass möglicherweise viele tausend Menschen, bekannte und unbekannte, mithören, was man weiß oder nicht weiß.
Mit bis zu 15 Vereinsmitgliedern fieberten wir den Fragen von Johannes-Michael Noack am Telefon entgegen und lagen bis zum Freitag nur einmal daneben. Das Freitagsspiel gegen eine Hörerin des MDR konnten wir für uns entscheiden und haben somit 500,-€ für die Vereinskasse sichergestellt. Das Geld soll, so unser Vorsitzender Rochus Rücker, für die Beschaffung von Vereinskleidung eingesetzt werden.
Da der MDR am Sonnabend den 15. 07. Auf dem Breitunger Marktplatz den ersten Sommernachtsball in diesem Jahr veranstaltete, wurde uns im Rahmen dieser Veranstaltung die Urkunde zum Titel „MDR Thüringen Morgenhahn-Team“ verliehen. Das macht uns schon ein bisschen stolz und so schauen wir gelassen den nächsten Aufgaben entgegen.
Ein kühles Getränk und ein Tänzchen zum Sommernachtsball, waren wohl dann die etwas leichteren Aufgaben, die von unseren Mitgliedern spielend bewältigt wurden. Ganz nebenbei hatten unsere “Tanzmäuse“, die Breitunger - Rhönklub - Line – Dance – Frauen ihren ersten Fernsehauftritt, darauf ist natürlich der ganze Verein stolz!

H.Heller

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Bilder von E. Möller und H. Heller


2. Breitunger 24 Stundenwanderung

Wandertour oder Wandertortour?

Diese Frage stellte sich den Teilnehmern der diesjährigen Breitunger 24 Stunden Tour sicherlich nicht, denn die Mehrheit der Teilnehmer waren schon im Vorjahr dabei und die „Frischlinge“, auch keine Wander-Anfänger, hatten sich als Gäste dieser Herausforderung gestellt.

Als Gäste hatten sich gemeldet: Wanderfreundin M. Jünemann und Wanderfreundin A. Salzberger vom Rhönklub Zweigverein Poppenhausen und die Wanderfreundin     G. Wenzel vom Zweigverein Schmalkalden.
Vom Rhönklub Zweigverein Breitungen nahmen teil: die Wanderfreundinnen K. Bauer, D. Rothe, E. Möller, G. Fuß, und E. Wenig sowie die Wanderfreunde R. Weyh, H. Heller, W. Heber, R. Bauer, W. Möller, und Werner Eck. Die Betreuung auf der Strecke wurde, wie schon im Vorjahr, in die bewährten Hände von H. Wenig und „Rudi“ übergeben. Die Frühstücksversorgung am Ankunftstag hatten, im Auftrag des Vorstandes R. und K. Hoßfeld übernommen.

Auf dem Breitunger Markt wurden am Samstag den 01.07. um 10:00 Uhr die o.g. Teilnehmer und Betreuer von unserem Vorsitzenden R. Rücker mit einer kleinen Aufmerksamkeit, einem Regenponcho, begrüßt und sicher ohne Hintergedanken nach der Einweisung durch den Wanderführer auf die fast 50 km lange, geplante Tour entlassen.

Froh gelaunt folgte die kleine Schar unserem Wanderwimpel zum Heimatort hinaus auf die erste Etappe. Der gesamte Breitunger Rennsteig mit fast 15 Kilometern Länge und ca. 500 Höhenmetern lag nun vor uns und so wanderten wir bei gutem Wanderwetter und wissenswerten Erläuterungen zu dem, was in der Nähe und in der Ferne zu sehen war dem Etappenziel, dem großen Weißenberg und dem dortigen Dreiherren Stein entgegen. Die „Hohe Klinge“, das „Thüringer Tal“ und der Krätzers Rasen“ lagen hinter uns, als wir unseren ersten Zielpunkt erreichten.

Eine kräftige Mahlzeit und ein kühles Getränk ließen das Stimmungsbarometer der Wandertruppe steigen. Selbst der plötzlich einsetzende Regen tat unserer guten Stimmung keinen Abbruch und so starteten wir, selbstverständlich gut ausgerüstet und in der Hoffnung auf Wetterbesserung auf die nächste Etappe mit ca. 8 km, entlang des Rennsteiges. Trotz Dauerregen waren die Kapelle an der Wüstung Glasbach und das Ehrenmal am Glöckner beeindruckend und fast hätten wir das schlechte Wetter vergessen können. Jedoch dank modernster Technik (Smartphon usw.) waren wir auch wettermäßig immer auf dem Laufenden und mussten leider feststellen, dass in absehbarer Zeit keine Besserung in Sicht war.

Die Rast am „Ruhlaer Häuschen“ konnte zwar unseren Hunger und unseren Durst stillen, aber nicht unsere Erwartungen in eine Wetterbesserung, denn inzwischen war im Thüringer Wald auch noch die Nacht eingekehrt und so zogen wir mit etwas gedrückter Stimmung bergab, in Richtung „Jagdhaus Kissel“. Außer einer kurzen Pause zur Regulierung des inneren Flüssigkeitshaushaltes war uns auch dort nichts Gutes vergönnt. Der nächste Anlaufpunkt an der Straßenkreuzung zwischen den Orten Schweina und Gumpelstadt war nach etwa 4 Kilometern vom Kissel kommend nach ca. einer Stunde erreicht. Das sagte uns, dass sich die Marschgeschwindigkeit, wahrscheinlich wegen des Dauerregens, kräftig erhöht hatte. Mahnende Worte des Wanderführers Rolf zur erhöhten Aufmerksamkeit und zur Vorsicht vor Überschätzung der persönlichen, physischen Möglichkeiten waren deshalb durchaus angebracht!

Doch Achtung! Plötzlich geschah das, an was niemand mehr geglaubt und was niemand erwartet hatte, der Regen hörte auf. Schlagartig kehrten die Lebensgeister wieder zurück und die Freude an der nächtlichen Aussicht über die im Werratal und im Moorgrund liegenden Ortschaften und deren von weitem grüßenden Lichter war allen Wanderfreunden anzumerken. Sogar Gedanken an den möglicherweise in dieser Nacht noch zu sehenden, romantischen Sternenhimmel wurden geäußert. Jedoch diese Hoffnung blieb für uns unerfüllt.

Aufgrund des auf den letzten 20 Kilometern aufgetretenen Kräfteverschleißes, der hinter uns liegenden Schlechtwetterzeit und zum Schutz der Gesundheit unserer Wanderfreunde beschlossen wir nach einer kurzen Umfrage die Wandertour um ca. 4km zu verkürzen und damit ca. eine Stunde früher nach Breitungen zurück zu kehren. Wie notwendig diese Entscheidung war, bekamen wir auf dem letzten Kilometern bestätigt.

Unser Streckenbetreuer Herbert, der uns die gesamte Nacht zur Verfügung stand und uns an jedem Rastpunkt hervorragend versorgte, sogar mit Glühwein, was ja im Juli keine Selbstverständlichkeit ist, wurde mit K. Bauer vorausgeschickt, um in unserem Vereinsdomizil „Kapelle“ in Breitungen unsere Ankunft vorzubereiten.

Die Reduzierung der Streckenlänge mussten wir in Kauf nehmen, weil sich neben den Auswirkungen des Wetters auf den letzten ca. 22 Kilometern keine Möglichkeit bot den Energieverlust durch eine etwas längere und natürlich auch trockene Rast wieder ein bisschen auszugleichen. Das führte auch dazu, dass bei ein paar Wanderern die Grenzen wahrscheinlich erreicht waren. An dieser Stelle haben wir durchaus Erfahrungen für nächste Aktionen gesammelt.

Nach gewanderten 44,8 Kilometern trafen wir ziemlich erschlagen, aber auch mächtig stolz in unserem Vereinslokal ein. Nun erst einmal die nassen Sachen ablegen, hinsetzen, Flüssigkeit zu sich nehmen und zur Ruhe kommen. Jedoch schon nach kurzer Zeit kamen die ersten auswertenden Gespräche in Gang, es wurde sogar schon wieder gescherzt obwohl bei den meisten Wanderern die Beine ordentlich schmerzten.

Das vom Vorstand geplante und bereitgestellte Frühstück, von den Wanderfreunden R. und K. Hoßfeld hervorragend zubereitet und der dazu gehörende kräftige Kaffee verfehlten ihre Wirkung nicht und so konnten wir nach ca. 45 Kilometern gut gelaunt den Breitunger Markt wieder betreten. Begrüßt vom Vorsitzenden R. Rücker und noch einigen anderen Wanderfreunden entließ uns Wanderführer Rolf von der erfolgreichen Tour.

Abschließend ist festzustellen, dass die 2017er 24 Stundenwanderung sicher die schwerste und extremste Tour der Breitunger Rhönklubler war und in nächster Zeit sein wird. Wichtig zu wissen, dass gute Planung und Vorbereitung größere Risiken durchaus minimieren aber nicht völlig ausschließen kann. Wichtig ist ebenfalls eine umfassende Einweisung der Teilnehmer zu Beginn der Tour, damit im Falle eines Falles jeder weiß, was er zu tun hat. Schnelles, besonnenes Handel ist jedenfalls immer angebracht.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmer an der 2. Breitunger 24 Stunden Wanderung! Danke dem Wanderführer R. Weyh, danke den Betreuern Herbert und Rudi an der Strecke, danke dem Versorgungsteam Hoßfeld und danke dem Vorstand des ZV Breitungen für die gute Unterstützung.

Nach einer kurzen Befragung aller Beteiligten können wir zusammenfassend sagen: Die 2. Breitunger 24 Stunden Wanderung ist sehr gut bei den Breitungern und ihren Gästen angekommen. Teilnehmeranfragen für die Tour 2018 liegen schon vor. Erfahrungen wurden gesammelt und werden in die neue Tour einfließen. Im Interesse des Überblickes und der Sicherheit haben wir uns entschlossen, die Teilnehmerzahl auf 20 zu begrenzen. Dafür bitten wir um Verständnis.

Denn: „Wir werden es 2018 wieder tun!“

Frisch auf!

Hans Heller, Pressewart, ZV Breitungen

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